Heute: Krautromantik
Samstag, 27. Februar 2010
Sonntag, 14. Februar 2010
Es war ein kalter, wirklich sehr kalter Frühlingsmorgen und Joseppe K. saß auf seiner Veranda.
Er trank wie jeden morgen seinen grünen Tee mit Milch, Honig und Schuss.
Das machte ihn fit für den Tag, frisch und munter.
Aber nicht heute.
Mama hatte angerufen. Er war mit dem linken Fuß zuerst aufgestanden, ein Amateurfehler. Jeder weiß, dass man mit dem rechten Fuß zuerst aufsteht, sollte dieser nicht verletzt sein. Schläft man in Socken, so kehrt sich das ganze natürlich um > erst links dann rechts.
Außerdem war die Milch über Nacht sauer geworden, was den Teegenuss wirklich trübte. Ihn aber ohne Milch zu trinken wäre ungeheuer inkonsequent gewesen.
Kurzum: Joseppe war sauer. So richtig. Wenn du ihn ansahst zogen sich deine Geschmacksknospen bis hinter dein Frühstück, oder noch weiter zurück.
"Du hättest eine ordentliche Arbeit, wie dein Onkel Benno lernen sollen blablablablabla" nur Scheiß, den seine Mutter faselte, wie gut von da weg zu sein. Leider gab es noch Telefone.
SAUER!
der Postbote...
"Schönen guten Morgen, Herr K"
"Fick dich ins Knie du ..."
Der Satz kribbelte in K.s ganzem Körper.
"Aber Herr K., ich muss doch sehr bitten…"
"Verzieh dich von meinem Grundstück und nimm deinen Müll gefälligst wieder mit, Arschloch."
Das „Arschloch“ war so ungewohnt, das es zur Hälfte stecken blieb.
Mit einem Kopfschütteln ging der Mann in Gelb seines Weges.
eine halbe Stunde später: die Nachbarin...
"Ich habe ihnen einen Kuchen gebacken, Herr K., weil sie doch immer unsere Hecke mitschneiden, darum dachte ich..."
Nett die Frau.
"Du alte Schlampe, sei gefälligst still! seit Jahren hoffe ich, dass einer von euch alten, reichen Pissern mir mal etwas Geld dafür gibt, bevor er das Zeitliche segnet, oder wenigstens nicht immer meinen Wagen einparkt"
Zack.
Entsetzte Blicke, und die alte, hässliche Frau verschwindet.
Es kam keiner mehr, man soll ja auch bekanntlich auf dem Höhepunkt aufhören und es genießen.
Noch nie hat der Tee besser geschmeckt.
Noch nie war ein Morgen schöner.
noch nie.
denn nett sein ist doof
und süß sein macht sauer
Er trank wie jeden morgen seinen grünen Tee mit Milch, Honig und Schuss.
Das machte ihn fit für den Tag, frisch und munter.
Aber nicht heute.
Mama hatte angerufen. Er war mit dem linken Fuß zuerst aufgestanden, ein Amateurfehler. Jeder weiß, dass man mit dem rechten Fuß zuerst aufsteht, sollte dieser nicht verletzt sein. Schläft man in Socken, so kehrt sich das ganze natürlich um > erst links dann rechts.
Außerdem war die Milch über Nacht sauer geworden, was den Teegenuss wirklich trübte. Ihn aber ohne Milch zu trinken wäre ungeheuer inkonsequent gewesen.
Kurzum: Joseppe war sauer. So richtig. Wenn du ihn ansahst zogen sich deine Geschmacksknospen bis hinter dein Frühstück, oder noch weiter zurück.
"Du hättest eine ordentliche Arbeit, wie dein Onkel Benno lernen sollen blablablablabla" nur Scheiß, den seine Mutter faselte, wie gut von da weg zu sein. Leider gab es noch Telefone.
SAUER!
der Postbote...
"Schönen guten Morgen, Herr K"
"Fick dich ins Knie du ..."
Der Satz kribbelte in K.s ganzem Körper.
"Aber Herr K., ich muss doch sehr bitten…"
"Verzieh dich von meinem Grundstück und nimm deinen Müll gefälligst wieder mit, Arschloch."
Das „Arschloch“ war so ungewohnt, das es zur Hälfte stecken blieb.
Mit einem Kopfschütteln ging der Mann in Gelb seines Weges.
eine halbe Stunde später: die Nachbarin...
"Ich habe ihnen einen Kuchen gebacken, Herr K., weil sie doch immer unsere Hecke mitschneiden, darum dachte ich..."
Nett die Frau.
"Du alte Schlampe, sei gefälligst still! seit Jahren hoffe ich, dass einer von euch alten, reichen Pissern mir mal etwas Geld dafür gibt, bevor er das Zeitliche segnet, oder wenigstens nicht immer meinen Wagen einparkt"
Zack.
Entsetzte Blicke, und die alte, hässliche Frau verschwindet.
Es kam keiner mehr, man soll ja auch bekanntlich auf dem Höhepunkt aufhören und es genießen.
Noch nie hat der Tee besser geschmeckt.
Noch nie war ein Morgen schöner.
noch nie.
denn nett sein ist doof
und süß sein macht sauer
Sonntag, 7. Februar 2010
Das Wort zum Sonntag
Sonntagmorgen, frische Brötchen, perfekt gekochte Eier, Sonne in Johnnys Wohnzimmer.
Alles perfekt und auch wieder nicht.
Ein kalter Zug um seine Füße, der Bäcker hatte geschlossen, keine Eier übrig und er sitzt mit einem matschigen Müsli inmitten einer grauen verregneten Winterlandschaft, getrieben durch den kalten Kaffee, der seinen Puls peitscht und es ihm immer schwerer macht seinen Harndrang zu unterdrücken.
Es wird Zeit für Johnny, zu spät ist er. Er weiß nicht wieso, nicht was er verpasst, aber ist sich sicher zu spät aufgestanden zu sein.
Keine Post heute Morgen.
Alleine ist er aufgewacht.
Der Wecker war nie sein Freund.
Als der wundervolle Tag nun langsam zu scheitern droht, nur 30 Minuten, nachdem Johnny sich zuletzt mit dem Wecker gestritten hatte, der nach dem 11ten mal Snooze nun dauerpiepte und nicht mehr damit aufhört.
So klingt Sonntagmorgen und so mag er es!
Zu dem unaufhörlichen Klingeln des Weckers gesellt sich die charmante Melodie dieser modernen Telefone.
"Schönen guten Morgen, Herr Johnny, hier ist das Marktforschungsinstitut ..." (blabla, ein Haufen Abkürzungen folgten, die wahrscheinlich niemals eine Bedeutung hatten) "…sie sprechen mit Herrn ..." (...XY aus der Abteilung Z).
der Mann am anderen Ende scheint einen guten Tag zu haben, warum auch nicht? Ein Headset hat er, spricht den ganzen Tag mit Menschen, macht sie glücklich mit einem Anruf.
Johnny beantwortet jede noch so seltsame frage wahrheitsgemäß. Nur die letzte lässt er aus und legt auf, natürlich nicht ohne sich freundlich zu verabschieden.
Nett dieser Herr Wiewardochgleichseinname, kann gerne wieder anrufen, denkt Johnny und schlürft den letzten Schluck seines Kaffees so laut er nur kann.
Der Sonnenschein strahlt, herrlicher frisch gebrühter, heißer Kaffee, noch warme Brötchen, die übrig gebliebenen schalen des wohl köstlichsten Eis, das Johnny jemals gegessen hatte. Mit den letzten Worten seines Freundes, Herrn Bestimmtistseinnamepeter, der ihn früh morgens angerufen und sich erkundigt hatte, ob Johnny mit der Vielfalt an Cornflakes im Supermarkt zufrieden war, trat er in den vielversprechendsten Tag seines Lebens.
Alles perfekt und auch wieder nicht.
Ein kalter Zug um seine Füße, der Bäcker hatte geschlossen, keine Eier übrig und er sitzt mit einem matschigen Müsli inmitten einer grauen verregneten Winterlandschaft, getrieben durch den kalten Kaffee, der seinen Puls peitscht und es ihm immer schwerer macht seinen Harndrang zu unterdrücken.
Es wird Zeit für Johnny, zu spät ist er. Er weiß nicht wieso, nicht was er verpasst, aber ist sich sicher zu spät aufgestanden zu sein.
Keine Post heute Morgen.
Alleine ist er aufgewacht.
Der Wecker war nie sein Freund.
Als der wundervolle Tag nun langsam zu scheitern droht, nur 30 Minuten, nachdem Johnny sich zuletzt mit dem Wecker gestritten hatte, der nach dem 11ten mal Snooze nun dauerpiepte und nicht mehr damit aufhört.
So klingt Sonntagmorgen und so mag er es!
Zu dem unaufhörlichen Klingeln des Weckers gesellt sich die charmante Melodie dieser modernen Telefone.
"Schönen guten Morgen, Herr Johnny, hier ist das Marktforschungsinstitut ..." (blabla, ein Haufen Abkürzungen folgten, die wahrscheinlich niemals eine Bedeutung hatten) "…sie sprechen mit Herrn ..." (...XY aus der Abteilung Z).
der Mann am anderen Ende scheint einen guten Tag zu haben, warum auch nicht? Ein Headset hat er, spricht den ganzen Tag mit Menschen, macht sie glücklich mit einem Anruf.
Johnny beantwortet jede noch so seltsame frage wahrheitsgemäß. Nur die letzte lässt er aus und legt auf, natürlich nicht ohne sich freundlich zu verabschieden.
Nett dieser Herr Wiewardochgleichseinname, kann gerne wieder anrufen, denkt Johnny und schlürft den letzten Schluck seines Kaffees so laut er nur kann.
Der Sonnenschein strahlt, herrlicher frisch gebrühter, heißer Kaffee, noch warme Brötchen, die übrig gebliebenen schalen des wohl köstlichsten Eis, das Johnny jemals gegessen hatte. Mit den letzten Worten seines Freundes, Herrn Bestimmtistseinnamepeter, der ihn früh morgens angerufen und sich erkundigt hatte, ob Johnny mit der Vielfalt an Cornflakes im Supermarkt zufrieden war, trat er in den vielversprechendsten Tag seines Lebens.
Abonnieren
Kommentare (Atom)